Samstag, 13. Mai 2017. Boarding Time. Geduldig warte ich darauf, in den Flieger Richtung San Francisco steigen zu dürfen, als ich den Stapel aufgelegter Zeitschriften neben der Flugzeugtüre sehe. Bei einem elf Stunden Flug kann man kaum genug zu Lesen haben, denk ich mir, und greife zu. Ich bin kein regelmässiger NZZ Leser, aber die Samstags Ausgabe der NZZ sticht mir besonders ins Auge, da es im Bund "NZZ Executive" einen Artikel über Home-Office hat.

Nachdem ich mich tapfer durch die anderen Themenblöcke der Zeitung gekämpft habe erreiche ich schliesslich den Home-Office Artikel "Neu entfachte Debatte um Home-Office".

Gemäss diesem Artikel läutet IBM den Gegentrend zum Home Office ein, indem IBM 2600 Marketing Mitarbeiter vom Home Office in eine der 6 Zentralen der IBM USA zurückbeordert.

Änliches hat auch schon die Yahoo Chefin, unter dem Vorwand von Effizienzsteigerung und Innovation, gemacht.

Nun ja. Geholfen hats wenig. Yahoo wird verkauft weil der Turnaround trotzt Home-Office Verbot nicht geschaft wurde.

Auch IBM's Initiative erntet heftige Kritik von führenden Wirtschaftskapitänen.

Innovation und Kreativität kann durch Vollpräsenz am Arbeitsplatz nicht erzwungen werden. Innovation und Kreativität sind Prozesse an denen das Unterbewusstsein mehr beteiligt ist als uns das vielleicht lieb ist. Man kann sie nicht einfach auf Knopfdruck einschalten. Um sie zu fördern braucht es Freiräume am Arbeitsplatz und flexible Arbeitszeitmodelle, wie auch Orte an denen sich Menschen unterschiedlicher Berufsgattungen, Bildungswege und Hierarchien treffen können. Im ungezwungenen Dialog bei einem Kafi oder Mittagessen entstehen unbewusst kreative Prozesse die zu Innovation führen können oder Kreativität fördern. Und genau ein solcher Ort möchten die Co-Working Spaces sein. Co-Working Spaces unterstützen den modernen Arbeiter und sorgen dafür, dass sich auch Mitarbeiter mit einem hohen Anteil an Home-Office Tagen nicht sozial isolieren.

Home-Office wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen, da immer mehr Leute auf eine ausgeglichene Work - Life balance achten und nicht gerne wertvolle Zeit im Zug oder im Stau vergeuden.

Mal schauen wie erfolgreich IBM's Initiative verläuft...

Fürs MyWigWam Team

Bojan

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